Die SPD-Fraktion hat am 31. August 2011 folgenden Antrag gestellt:
Der Gemeinderat möge beschließen, die Verwaltung zu beauftragen, im Rahmen der Bäderneukonzeption für eine zukunftsweisende Neugestaltung des Wartbergbads die
verschiedenen Möglichkeiten eines Kombibades mit In- und Outdoor – Bereich unter der Maßgabe der Beibehaltung des grundsätzlichen Charakters des Freibads zu untersuchen und eine Finanzierung durch mögliche Investoren zu prüfen.
Begründung:
Pforzheim verfügt mit dem Emma-Jäger-Bad, dem Wartbergbad, dem Nagoldbad sowie den Stadtteilbädern über ein adäquates Angebot im Bäderbereich, das für die Attraktivität des Standorts Pforzheim nicht zu unterschätzen ist. Gerade für den Schul- und Vereinssport sind sowohl das Emma-Jäger-Bad als auch die Stadtteilbäder von herausragender Bedeutung. Das Wartbergbad ist dazu als großes Freizeitfreibad vor allem für Familien und Jugendliche für die soziale Aufgabe
der Stadt ein unverzichtbarer Bestandteil.
Die einzigartig schöne Lage des Höhenfreibads und die gute Verkehrsanbindung sind weitere Pluspunkte, die nicht nur für den Erhalt des Wartbergbads sondern auch für eine weitergehende Nutzung im Freizeitbereich sprechen können. Pforzheim muss einige Anstrengungen auf sich nehmen, um als Wirtschaftsstandort attraktiv zu sein und auch zu bleiben. Die Pforzheimer Bäder sind allerdings in die Jahre gekommen, notwendige Sanierungen bzw. grundlegende Neuinvestitionen sind in diesem Bereich jahrelang unterblieben. Die Sanierungsmaßnahmen für das Wartbergbad sind mit mehreren Millionen Euro veranschlagt.
Für die heutigen Besucherzahlen ist das Wartbergbad – auch von der Wasserfläche her – zu groß, das schlägt sich auch in den hohen Betriebskosten nieder. Problematisch ist vor allem die ausschließliche Wetterabhängigkeit, mehrere verregnete Sommer hintereinander lassen das Wartbergbad jeweils für viele Wochen und Monate regelrecht brach liegen.
Das wäre allerdings anders, wenn das Freibad zu einem Kombi-Bad umgebaut werden könnte, das eine ganzjährige Nutzung von Teilen des Wartbergbads zulassen würde. Anbieten würde sich dabei auch die Integration einer großzügigen Saunalandschaft oder die Kombination mit einem Wellness-Bereich. Für Teile des Außenbereichs wäre auch eine sportliche Nutzung denkbar.
Wenn das Wartbergbad mit einem multifunktionalem Kombi-Bad, das heutigen Freizeitansprüchen gerecht wird, aufgewertet würde, kann damit auch die Abwanderung der Badegäste aufgehalten werden und das Wartbergbad seinerseits kann zum Anziehungspunkt für das Umland werden. Für die SPD-Fraktion ist im Zusammenhang mit
diesen Überlegungen besonders wichtig, dass bei einem Kombi-Bad die Nutzung der jeweiligen Bereiche mit separaten Eintrittskarten möglich ist. Der Zugang zu den Bädern muss für Menschen mit einem geringen Einkommen auch in Zukunft erschwinglich sein.
Angesichts der finanziellen Situation der Stadt Pforzheim sind derartige Investitionen aus eigener Kraft kaum zu stemmen. Die SPD-Fraktion bittet daher die Verwaltung nicht nur um Vorschläge für ein Kombi-Bad, sondern auch die Suche nach geeigneten Investoren mit einzubeziehen.